Wie viel kostet ein Wakepark? Überblick und Orientierungswerte
12. Juli 2022

Eine Frage, die wir bei einem Erstkontakt immer wieder gestellt bekommen, ist die, wie teuer ein Wakepark eigentlich ist. Darauf gibt es keine pauschale Antwort, denn die Kosten hängen von externen und internen Faktoren ab, die miteinander wechselwirken. Ein Cable Park ist kein Produkt von der Stange, sondern wird an jeden Standort individuell angepasst und dementsprechend hängen die Kosten eng mit den standortspezifischen Bedingungen (Lage, Bodenbeschaffenheit, Bestandsgewässer, Seebau etc.) zusammen. 

Kosten für einen Wakepark ergeben sich nicht nur durch den Bau, sondern auch durch den laufenden Betrieb – sei es durch Energie- und Personalkosten, Versicherungen, den Erhalt und Betrieb weiterer Infrastruktur wie Umkleiden, Shops und Gastronomie, gegebenenfalls Pacht- oder Mietkosten für das Gelände und so fort. All das beeinflusst das finanzielle Volumen eines Wakeparks. Einigermaßen verlässliche Aussagen über die Gesamtkosten für einen Businessplan lassen sich erst treffen, wenn alle relevanten Informationen über den Standort vorliegen und feststeht, wie der Wakepark und die umliegende Infrastruktur aussehen sollen. 

Ein Wakepark ist immer mit Investitionen verbunden, aber mit einem durchdachten Konzept und einem guten Businessplan amortisieren sich die Kosten relativ schnell. Denn: Ein Wakepark schafft nicht nur ein spannendes Freizeitangebot und einen nachhaltigen touristischen Standort im urbanen Gefüge, sondern ein Wakepark stellt auch eine lukrative Einnahmequelle dar, von der viele Menschen profitieren und leben können.

© Dan Deak Bardos

Die Baukosten: FSC-System, Installation und Infrastruktur

Wie teuer der Bau und die Installation eines Wakeparks sind, hängt maßgeblich von den Standortbedingungen ab, denn diese geben vor, welche Anforderungen an das Layout und die Ausstattung der Anlage gestellt werden, welche Ressourcen die Installation in Anspruch nimmt, welche Infrastruktur geschaffen werden muss und so weiter.

Die Schwerpunkte der Baukosten betreffen:

    1. Cable System der Wakeboard-Anlage
    2. Externe Baumaßnahmen und Infrastruktur
    3. Ausstattung und Erweiterung des Cable Parks durch Features/Rampen ggf. auch Rücklaufstege und Wellenbrecher
    4. Wartung und Verschleißteile des Cable Systems
    5. Weitere Kosten

1. Die Wahl des Cable Systems

Einen relevanten Posten in der Kalkulation des Gesamtvolumens eines Wakeparks nimmt das Full-Size-Cable-System ein. Wir von Wakeparx bieten Ihnen mit unserem Wakeparx Premium Cable System und unserem Sesitec Cable System gleich zwei hochwertige Full-Size-Anlagen an, die sich jeweils für unterschiedliche Einsatzbereiche eignen und es Ihnen ermöglichen, eine passgenaue Lösung für Ihre Bedürfnisse zu finden. Unser Wakeparx Premium Cable System ist das technisch innovativste und ausgefeilteste Full Size Cable auf dem Markt. Es ist bis aufs kleinste Detail durchdacht konstruiert und bietet ausgereifte, fortschrittliche Features, die die Bedienung und Wartung erleichtern sowie für ein einzigartiges Fahrgefühl und ein besonderes Wakeboard-Erlebnis sorgen. Unser Premium-Produkt ist auf hohe Besucherkapazitäten optimiert und eignet sich hervorragend als Bestandteil großer Freizeit- oder Sportkomplexe. Als groben Richtwert für unsere Anlagen mit 5 oder 6 Masten können wir eine Spanne von 300.000 bis 420.000 Euro ansetzen.

Etwas preisgünstiger ist unser Sesitec System, das sich sehr gut für Seen mit geringerer Wassertiefe und für ein etwas geringeres Budget eignet. Dabei handelt es sich um ein von Grund auf modernisiertes und an hochwertige Wakeparx-Standards angepasstes Full Size Cable, das für Wakeparks kleiner bis mittlerer Größe mit moderaten Besucherzahlen ausgelegt ist. Es ist ein tolles Produkt für Kunden, die mit etwas weniger Geld ein Wakepark-Business aufbauen möchten, und kann bei Bedarf später nachgerüstet werden.

2. Externe Baumaßnahmen und Infrastruktur

Einen wichtigen Kostenfaktor bilden externe Bau- und Konstruktionsmaßnahmen. Das Gelände vor Ort muss für die Installation und die Inbetriebnahme der Wakeboard-Anlage vorbereitet werden. Das bedeutet, es müssen funktionierende Stromanschlüsse verlegt, Erde ausgehoben und ggf. aufgeschüttet, Anker und Startbereich vorbereitet und gesetzt werden und vieles mehr. Dafür ist nicht nur Manpower, sondern auch Ausrüstung notwendig, die gegebenenfalls gemietet werden muss. Hinzu kommen Beiträge für Versicherungen, die für die Baustelle abgeschlossen werden. Die Errichtung von Containern, Verleihstationen und Geschäftsflächen sowie die Ausstattung mit Hardware für den Ticketverkauf und das Einlassmanagement sind ebenfalls mit einem finanziellen Aufwand verbunden. Für externe Arbeiten können sehr individuelle Gesamtkosten entstehen.

© Dan Deak Bardos

3. Ausstattung und Erweiterung der Wakeboard-Anlage

Hinzu kommen Kosten für die individuelle Ausgestaltung der Cable Parks durch ein Setup von  Features/Rampen. Hier können schätzungsweise noch einmal 80.000 bis 200.000 Euro zuzüglich Verankerungsmaterial  zusammenkommen – je nachdem, wie umfangreich Sie die Wakepark-Anlage für Ihre Kundschaft gestalten möchten. 

Vielleicht planen Sie zudem noch eine 2-Mast Zweitanlage als Add-On zu Ihrem Full-Size-Cable, um ein größeres einsteigerfreundliches Angebot für Wakeboard-Fans zu schaffen? 

Gern stehen wir Ihnen mit unserer jahrelangen Erfahrung auch bei diesen Entscheidungen beratend zur Seite. Wir sprechen intensiv mit unseren Kundinnen und Kunden über diese Themen.

4. Wartung und Verschleißteile

Weitere Kosten ergeben sich durch regelmäßige professionelle Wartungen und die Versorgung mit Verschleißteilen. Hier sind circa 3.000 bis 5.000 Euro für Verschleißteile im ersten Jahr anzusetzen. Das hat damit zu tun, dass sich eine neue Anlage und die Bedienung durch neue Mitarbeiter erst noch einspielen müssen. Von Anfang an erfahrenes Personal einzustellen, kann hier die Kosten minimieren. In den folgenden Jahren sinkt der Verschleißteile-Bedarf erfahrungsgemäß auf 2.000 bis 3.000 Euro jährlich. Für den Wartungsservice, den wir Ihnen als Dienstleistung anbieten, können je nach Größe der Anlage 5.000 bis 7.000 Euro einkalkuliert werden.

5. Weitere Kosten

Gutachten:

Darüber hinaus werden in vielen Fällen Gebühren für die Erstellung von Gutachten und Genehmigungen erhoben, die Sie für die Beantragung und Bewilligung Ihres Vorhabens brauchen. Sollten Landschaftsarbeiten vor Ort notwendig sein (Anlegen von Rasenflächen etc.), geht das ebenfalls mit einem finanziellen Aufwand einher. Da solche Kosten stark vom Standort, den jeweiligen Fachfirmen und den landesspezifischen Regelungen abhängen, können hier keine konkreten Zahlen genannt werden.

Lieferkosten:

Zu beachten sind ebenfalls Lieferkosten (ggf. plus Einfuhrsteuer, Zoll etc.). Auch hier stehen wir Ihnen mit unserer Erfahrung gerne zur Seite.

Kurzüberblick über mögliche Gesamtkosten

Finanzieller Posten Beschreibung Summe in Euro (€)
Wakeparx Cable System oder
Sesitec Cable System
Cable System Hardware 300.000–420.000
Installation Wakeparx Cable System oder
Sesitec Cable System
Kundenspezifische Installation und Standortprüfung des Cable Systems 29.000–45.000
Externe Konstruktions- und Baumaßnahmen Geländearbeiten, notwendige Ausrüstung, Stromanschluss, Baucontainer etc. 300.000–450.000
Infrastruktur und technische Ausstattung des Wakeparks Verleih- und Ladenflächen, Hardware für Ticketverkauf und Einlassmanagement, Kassensysteme 250.000–400.000
Feature-/Rampen-Setup der Wakeboard-Anlage Schwimmende Features (Rampen/Obstacles) 80.000–200.000
Optionale Erweiterung durch 2- Mast-Anlage System 2.0 Übungsanlage 48.000–65.000
Verschleißteile des Cable Systems Versorgung mit neuen Bauteilen für einwandfreie Funktionalität 2.000–3.000 (jährlich)
Wartung des Cable Systems Wartungsservice jährlich 5.000–7.000
Weitere Kosten Lieferkosten, Einfuhrsteuer und Zoll, Gutachtenerstellung, ggf. landschaftsgestalterische Arbeiten standortabhängig

≈ 1.000.000–1.600.000 Mio €, ⌀ 1.300.000 Mio € 

Liebe Leser und Leserinnen, die aufgeführten Kosten sind Durchschnittswerte, die wir aus unserer Erfahrung der von uns begleiteten Projekte in den letzten Jahren festhalten können. Es kann auch Vorhaben mit geringeren oder wesentlich höheren Investitionskosten geben. Das ist wie zuvor beschrieben sehr standortabhängig! Es ist uns aber wichtig, eine Orientierungshilfe zu geben, damit Sie die finanziellen Dimensionen besser einschätzen können. Wie hoch die Kosten am Ende tatsächlich sind, hängt von dem jeweiligen Projekt ab. 

Rechnet man die Kosten für die Wakeboard-Anlage, Vorbereitungs- und Installationsmaßnahmen, Geländearbeiten, die Errichtung von Infrastruktur und so fort zusammen, wird ersichtlich, dass der Bau eines Wakeparks bei moderatem Umfang durchschnittlich 1 bis 1,6 Millionen Euro aufwärts kosten kann.

© Dan Deak Bardos

Laufende Betriebskosten: Energieverbrauch, Versicherung, Personal

Nicht nur der Bau eines Wakeparks verursacht Kosten, sondern auch der laufende Betrieb. Hier kommen einige finanzielle Faktoren zusammen, die berücksichtigt werden müssen.

      1. Energiekosten
      2. Personalkosten
      3. Miet- und Pachtkosten
      4. Versicherungskosten und steuerliche Verpflichtungen
      5. Marketing- und Werbekosten

    1. Energiekosten

    Beim Betrieb eines Wakeparks entstehen Kosten für Strom, Wasser und Heizung (Warmwasser). Je umfangreicher die Infrastruktur mit Umkleiden, Sanitärräumen, gastronomischen Einrichtungen etc. ist, desto mehr Ressourcen werden benötigt. Wie hoch die Energiekosten sind, hängt von den Preisen der örtlichen Versorgungsunternehmen ab. 

    Gut zu wissen: Unsere Wakeparx-Anlage wird durch zwei elektrische Motoren angetrieben, die Sesitec-Anlage durch einen elektrischen Motor. Die veranschlagte Leistung von 32 bis 45kW ist abhängig von der Anzahl der Verbraucher und deren Leistungsbedarf. Der Durchschnittsverbrauch bei beiden Anlagen liegt unter 10 kWh. Der Tagesverbrauch richtet sich natürlich auch nach der Anzahl der Betriebsstunden. Das ist tatsächlich geringer, als viele Kunden zunächst annehmen.

    2. Personalkosten

    Zu den weiteren laufenden Kosten eines Wakeparks zählen die Personalkosten. Je größer der Cable Park ist, desto mehr Stellen müssen besetzt werden. Relevant in Hinblick auf die Personalkosten ist, ob der Wakepark ganzjährig oder saisonal betrieben wird. Hiervon hängt die Anzahl der Arbeitstage bzw. Arbeitsstunden ab, die bezahlt werden müssen. Je nach Land und Region fallen Lohnnebenkosten durch Sozial-, Krankenversicherungs- und Rentenbeiträge an. Durch eine clevere Planung kann die Effizienz gesteigert und die Kosten deutlich dauerhaft gesenkt werden (kurze Laufwege etc.).  Wir bieten Ihnen einen Planungsservice zum Kunden- und Personalflow auf Ihrem Gelände, sprechen Sie uns an!

    3. Miet- und Pachtkosten

    Sollte das Gelände, auf dem der Wakepark errichtet wird, nicht in eigenem Besitz sein, sondern angemietet oder gepachtet werden, sind die Miet- und Pachtkosten in die laufenden Kosten einzubeziehen.

    4. Versicherungskosten und steuerliche Verpflichtungen

    Weitere laufende Kosten werden durch Versicherungsbeiträge (Betriebshaftpflichtversicherung, Elementarversicherung o.ä.) verursacht. Ebenfalls einzukalkulieren ist ein jährlicher Betrag, der auf die Abschreibung entfällt. Wie alle Vermögensgegenstände unterliegen die angebotenen Ausrüstungsgegenstände für die Kundschaft sowie die Wakeboard-Anlage selbst durch Nutzung und Witterungseinflüsse einem gewissen Verschleiß. In Deutschland ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die damit einhergehende Wertminderung in der Buchhaltung als Abschreibung notiert wird. Die Abschreibung senkt den Unternehmensgewinn, ermöglicht es aber, Wertverluste zu erfassen und jährlich einen Betrag zurückzulegen, der für die Instandsetzung oder Anschaffung neuer Güter verwendet werden kann. Informieren Sie sich, ob in Ihrem Land ähnliche steuerliche Regelungen gelten. Manche Versicherungen bieten einen Rabatt an, wenn eine jährliche Wartung durch den Hersteller durchgeführt und nachgewiesen wird.

    5. Marketing- und Werbekosten

    Ein Faktor, der beim Kalkulieren der laufenden Kosten häufig vergessen oder unterschätzt wird, ist das Marketing. Es ist wichtig, regelmäßig Geld in die Hand zu nehmen, um den Wakepark bekannt zu machen und mittels Werbung für Besucher und Besucherinnen attraktiv zu halten – sei es online über Social-Media-Kanäle, Ad-Kampagnen und Website-Pflege oder über Printmedien und Promotion-Aktionen vor Ort. Marketingstrategien zu entwickeln und umzusetzen kostet Geld, lohnt sich aber und sollte daher fest im Budget eingeplant werden. 

    © Dan Deak Bardos

    Investieren zahlt sich aus

    Errichtung und Betrieb eines Wakeparks sind zweifelsohne mit Kosten verbunden, sie zahlen sich jedoch aus. Nach Erfahrung unserer Kunden amortisieren sich die Investitionen nach etwa drei bis sechs Jahren. Je größer die Besucherzahlen sind und je mehr Einnahmen gemacht werden, desto schneller lassen sich die anfänglichen Ausgaben wieder ausgleichen. In diesem Zusammenhang spielen die Lage des Wakeparks, das Angebot für die Besucherinnen und Besucher vor Ort und das Marketing eine entscheidende Rolle. 

    Um eine Wakepark-Anlage nicht nur möglichst schnell, sondern auch dauerhaft als lukratives Business zu etablieren, ist es entscheidend, weitere Einnahmequellen zu generieren und daraus entstehende Synergien für sich zu nutzen. Die Wakeboard-Anlage ist das Herz eines jeden Wakeparks. Um Besuchern und Besucherinnen jedoch ein ganzheitliches Erlebnis bieten zu können, sollten gastronomische Angebote, Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten geschaffen werden. Ein Wakepark bietet dahingehend vielfältige Optionen, angefangen bei Familientagen und Schnupperkursen bis hin zu Sportevents und internationalen Wettbewerben. 

    Im Vergleich zu Standup-Paddling, Aquapark und Co. bewegt sich ein Wakepark auf einem ganz anderen Level, was das Erweiterungspotenzial und die Besucherzahlen betrifft. Er bietet die optimale Grundlage, um ein riesiges Angebot an Attraktionen zu schaffen und zu einem überregionalen Freizeitmagneten ausgebaut zu werden, der jährlich Tausende von Menschen anzieht. Wer diese Chance nutzt, wird keine Probleme haben, ein florierendes Business auf die Beine zu stellen, das schon nach kurzer Zeit ein Vielfaches von dem einbringt, was es anfänglich gekostet hat.

    Wenn Sie ein erfolgreiches Business mit einem Wakepark aufbauen möchten,  zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg zu Ihrem Wunschprojekt – bis zum erfolgreichen Abschluss und darüber hinaus.

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    Mail: anne@wakeparx.com

    Sie planen den Bau eines Wakeparks? Anne ist dafür genau die richtige Ansprechpartnerin. Mit ihrem fundierten Hintergrund in Architektur und Stadtplanung kann sie Sie schnell durch die Anforderungen, den Zeitplan des Projekts und alle Budgetfragen führen, die Sie haben könnten. Anne kümmert sich bei uns um alle Installationen von Full-Size-Cable-Systemen und wir sind uns nicht sicher, warum Sie noch lesen und noch nicht zum Telefon gegriffen haben.

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    Anne Eaton

    Director of Sales and Project Management

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